05
Nov 2013
Linux written by pixel Kommentare deaktiviert

indexNach etwas längerer Zeit habe ich wieder Kubuntu auf meinem Schleptop installiert. Natürlich war ich guter Hoffnung, dass inzwischen alle Programme mit den Standardeinstellungen in Kubuntu laufen. Naja, zumindest habe ich inzwischen raus gefunden, warum das System manchmal einfriert, wenn man bei YouTube Videos anschaut und warum man bei manchen Programmen manches nicht machen kann, wie z.B. bestimmte Buttons anklicken. :-)

Für die Leidensgenossen mit dem Gefriersystem, Java ist nicht die Lösung, sondern anderer Grafikkartentreiber. Schaut mal unter system->Zusätzliche Treiber nach und aktiviert die empfohlenen Treiber.

So, nun zurück zu den halb funktionierenden Java-Programmen. Hier ist das Problem tatsächlich Java, und zwar ist das openjdk böse. Für irgendwas scheint es gut zu sein, denn man kann es installieren, ich kann das zumindest nicht empfehlen. Was bei mir keine Probleme bereitete ist das gute alte JDK von Oracle. Unten beschreibe ich mal, was man alles machen muss, um openjdk mit dem oracle jdk zu ersetzen.

1. Aktuelles JDK von Oracle runterladen.

2. Auspacken: Datei mit rechter Maustaste anklicken und entpacken auswählen, oder ganz cool über die Konsole, den Befehl könnt ihr euch googeln, ich tippe nicht so gerne ;-)

3. Nun muss man den entpackten Ordner nach /usr/lib/jvm verschieben, da muss man leider etwas tippen, da man im Systemordner nicht fröhlich mit Drag & Drop arbeiten kann. Wechselt zum Download-Ordner, wo das entpackte Archiv liegt (nicht den entpackten Ordner öffnen), und klickt irgendwo auf eine freie Stelle mit der rechten Maustaste. Wählt Aktionen->Terminal hier öffnen. Im Terminal gebt ihr dann folgendes ein.

  1. sudo mkdir -p /usr/lib/jvm
  2. sudo mv ./jdk1.7.0_02 /usr/lib/jvm/jdk1.7.0

Der erste Befehl erstellt einen jvm Ordner im usr/lib Verzeichnis, falls noch nicht vorhanden. Der zweite Befehl verschiebt den Entpackten jdk Ordner in den jvm Ordner.

4. Mit den nächsten Befehlen legen wir die Priorität des verschobenen JDKs fest. Mit 1 ist die Priorität ganz niedrig. Wenn z.B. ein anderes JDK installiert wird, dann wird das neue JDK automatisch als Standard gewählt. Setzt die Zahl einfach etwas höher, wenn ihr das JDK von Oracle immer als Standard-JDK haben wollt.

  1. sudo update-alternatives --install "/usr/bin/java" "java" "/usr/lib/jvm/jdk1.7.0/bin/java" 1
  2. sudo update-alternatives --install "/usr/bin/javac" "javac" "/usr/lib/jvm/jdk1.7.0/bin/javac" 1
  3. sudo update-alternatives --install "/usr/bin/javaws" "javaws" "/usr/lib/jvm/jdk1.7.0/bin/javaws" 1

5. Nach der Änderung müssen die Zugriffsrechte neu angepasst werden.

  1. sudo chmod a+x /usr/bin/java
  2. sudo chmod a+x /usr/bin/javac
  3. sudo chmod a+x /usr/bin/javaws
  4. sudo chown -R root:root /usr/lib/jvm/jdk1.7.0

6. Jetzt wollen wir das neue jdk auch auswählen und benutzen. das geht über die folgenden Befehle.

  1. sudo update-alternatives --config java
  2. sudo update-alternatives --config javac
  3. sudo update-alternatives --config javaws

Zur Auswahl werden die JDKs aus dem jvm Ordner stehen. Wählt einfach den Eintrag mit … jvm/jdk1.7.0 aus.Zwischendurch könnt ihr mit den Befehl java -version auch testen, ob das neue JDK ausgewählt wurde.

7. Nun muss das Firefox-Plugin aktiviert werden.

  1. ln -s /usr/lib/jvm/jdk1.7.0/jre/lib/i386/libnpjp2.so ~/.mozilla/plugins/

  1. ln -s /usr/lib/jvm/jdk1.7.0/jre/lib/amd64/libnpjp2.so ~/.mozilla/plugins/

8. Zusätzlich muss das apparmor-Profil von Firefox an das neue JDK angepasst werden. Editiert dazu die Datei in /etc/apparmor.d/abstractions/ubuntu-browsers.d/java

Sucht die beiden Zeilen:
/usr/lib/jvm/java-*-sun-1.*/jre/bin/java{,_vm} cx -> browser_java,
/usr/lib/jvm/java-*-sun-1.*/jre/lib/*/libnp*.so cx -> browser_java,

und ersetzt sie mit diesen Zeilen.
/usr/lib/jvm/jdk*/jre/bin/java{,_vm} cx -> browser_java,
/usr/lib/jvm/jdk*/jre/lib/*/libnp*.so cx -> browser_java,

9. Jetzt muss apparmor noch neugestartet werden.

  1. sudo /etc/init.d/apparmor restart

Das wars auch schon. Diese Anleitung ist natürlich auch auf Englisch und für JDK6 verfügbar. Folgt einfach diesem Link

21
Dez 2012
Linux written by pixel No Comments

Für Gewöhnlich lässt sich Eclipse ganz einfach über das Software-Center in Ubuntu oder die Muon-Programmverwaltung installieren, allerdings muss man sich dann mit einer etwas älteren Programm-Version begnügen. Ich möchte zeigen, wie man sich die aktuelle Version von Eclipse auf dem System einrichtet.

Als erstes muss man sich das aktuelle Eclipse auf der Seite eclipse.org herunterladen. In meinem Fall wäre es zum Beispiel das “Eclipse Classic 4.2.1″.

Eclipse benötigt Java, daher sollte man überprüfen, ob eine Java-Version auf dem System installiert ist. Dazu öffnet man die Befehlskonsole bzw. Terminal und gibt den Befehl java -version ein. Wenn Java nicht installiert ist, bekommt man eine Meldung, dass Java in bestimmten Paketen gefunden werden kann. In dem Fall öffnet man das Software-Center (Ubuntu) oder die Muon-Programmverwaltung (in KDE), gibt in dem Suchfenster den Begriff “Java” ein und installiert das OpenJDK Java… Paket. Nach einer erneuten Eingabe des Befehls java -version sollte eine Ausgabe ähnlich dem Screenshot erscheinen.

Bildschirmfoto1

Als nächstes entpackt das heruntergeladene Eclipse, in dem ihr die tar.gz- Datei mit der rechten Maustaste anklickt und den Menüeintrag “Entpacken” auswählt.

Bildschirmfoto2

Öffnet jetzt wieder die Befehlskonsole. Dabei sollte man sich im Pfad befinden, in dem auch der entpackte Eclipse-Ordner liegt. dazu klickt ihr einfach mit der rechten Maustaste irgendwo auf eine Freie Fläche im Ordner.

Bildschirmfoto3

Gebt den Befehl sudo mv eclipse /opt/ im Terminal ein und sobald danach gefragt wird euer System-Passwort. Der opt-Ordner ist in Linux für optionale Programme reserviert. Jetzt solltet ihr den zuvor entpackten eclipse-Ordner im opt-Verzeichnis des Wurzelordners wiederfinden.

Bildschirmfoto4

Als nächstes brauchen wir ein Start-Icon für Eclipse, damit es zb. direkt aus der Symbolleiste gestartet werden kann. Erstellt dazu ein neue Textdatei und nennt sie eclipse.desktop. Die neue Datei wird wie zuvor der eclipse-Ordner verschoben, sie wandert in den Applications Ordner, in dem bereits einige Start-Icons liegen. Der Befehl dazu lautet sudo mv eclipse.desktop /usr/share/applications/.  Wechselt jetzt in das “/usr/share/applications/” Verzeichnis, und öffnet, die neue Datei zum Bearbeiten mit einem Texteditor.

Bildschirmfoto6

Fügt folgenden Text ein und speichert die Änderung.

 

  1. [Desktop Entry]
  2. Name=Eclipse
  3. Type=Application
  4. Exec=/opt/eclipse/eclipse
  5. Terminal=false
  6. Icon=/opt/eclipse/icon.xpm
  7. Comment=Integrated Development Environment
  8. NoDisplay=false
  9. Categories=Development;IDE
  10. Name[en]=eclipse.desktop

 

Nun ist das Start-Icon fertig und kann in die Startleiste kopiert und benutzt werden.

Bildschirmfoto7

Die Beschreibung, wie man Eclipse in Linux einrichtet könnt ihr etwas anders und auf Englisch unter diesem Link finden.