20
Okt 2012
Photoshop written by pixel No Comments

Ich habe mir vorgenommen ein realistisches Auge zu malen und mir einige Digital-Painting Tutorials dazu angeschaut, wobei die Ergebnisse der meisten Tutorials leider nicht wirklich realistisch aussahen. Natürlich bin ich auch auf How-To’s gestoßen, bei denen das Ergebnis von einem Foto nicht zu unterscheiden war, diese waren jedoch eher Speed-Paintings ohne Konzept, einfach drauf losgemalt und halfen einem Anfänger, wie mir nicht weiter.

Ich habe nun versucht für mich das Ganze in einfache Schritte aufzuteilen, also eine Art Kochrezept zu erstellen. Die Methode kann sicherlich noch verbessert werden, ich kann euch aber schon mal zeigen was ich mir überlegt habe.

Am Ende soll sowas, wie auf dem Bild herauskommen:

Konzept

Das Auge wird Ebene für Ebene aufgebaut, dazu verwende ich ausschließlich den weichen Pinsel, damit die Übergänge von einer Ebene in die darunterliegende fließend sind. Gemalt wird mit 100% Deckkraft.

Als erstes malt man sich eine Grundfläche, die der Farbe der Gesichtshaut entspricht.

Jetzt kommen die tiefen Stellen. Im Profil gibt es zwischen oberen Augenlid und Augenbraue eine leichte Vertiefung und tiefe Stellen sind im Allgemeinem dunkler. Als nächstes wird ein Schatten gemalt, der einem die Illusion dieser Vertiefung verschafft Dieser Schatten ist, wie man sehen kann, ein einfacher Strich mit einem weichen Pinsel und einem großen Durchmessert. Man verwendet einen etwas dunkleren Farbton der Grundfläche, je dunkler desto größer die Illusion dieser Vertiefung, also nicht zu dunkel machen, wir wollen ja keine Grube malen  ;).

Unterhalb des Auges könnte man ebenfalls einen leichten Schatten malen, zwischen Augenlid und Jochbein gibt es eine leichte Vertiefung. Dieser Schatten ist etwas heller und kleiner, wie der obere, da die Vertiefung gering ist.

Nun wollen wir die Wölbung des oberen Augenlids hervorheben. Dazu nimmt man am besten wieder einen helleren Farbton mit einem kleineren Pinsel-Durchmesser. Man kann hier auch gleich intensivere Farben, wie es zb. bei Schminke der Fall ist nehmen, wenn man ein geschminktes Auge malen möchte.

Jetzt ist die Wölbung für das untere Augenlid dran. Es ist etwas kleiner, daher nimmt man einen kleineren Pinsel-Durchmesser.

Nun wird die flache Stelle bzw. die Spitze der Wölbung, für das untere Augenlid, mit etwas mehr Licht hervorgehoben. Flache Stellen reflektieren das Licht am stärksten.

Das Gleiche wird auch für das obere Augenlid gemacht. Dort wo die Steigung zunimmt, nimmt die Lichtintensität ab. Das kann man durch verschmieren mit dem Wisch-Finger ganz gut erreichen. Dazu nimmt man am besten einen weichen Pinsel mit einem großen Durchmesser und verwischt die Linie mit dem Pinsel-Rand.

Bei manchen Menschen kann man kleine Falten im unteren Augenlid sehen, wenn das Auge offen ist. Das könnt ihr zb. durch dünne, schräge Linien erreichen. Diese am besten auch etwas verwischen, damit es nicht so stark ins Auge sticht. Wenn man es nicht möchte, kann man es auch weglassen. Mit mehr Details sieht das Auge aber weniger künstlich aus.

Zum Thema Details und weniger Künstlich, wollen wir der Haut noch etwas mehr Textur geben, damit sie nicht so stark nach Plastik aussieht. Dazu nehme ich in Photoshop einen Standard-Borsten-Pinsel, der heißt dort “Rund, Stumpf, mittlere Steifheit”. Die Deckkraft stelle ich auf 50% ein . In Gimp oder anderen Programmen gibt es sicher auch ähnliche Pinsel, man kann aber genauso gut einen einfachen Pinsel nehmen, es dauert dann etwas länger. Im Prinzip hat man mit diesem Borsten-Pinsel viele im Kreis angeordnete Punkte mit denen man die Haut nun betupfen kann. Versucht den Pinsel leicht hin und her zu bewegen, damit ihr keine perfekten Kreise habt, sondern leichte Ovale oder Eier. Nach dem Tupfern sieht bei euch die Haut dann vermutlich wie Gänsehaut aus, weil ihr zu oft auf der selben Stelle getupft habt. Ihr könnt einen weichen Radiergummi mit einem großen Durchmesser nehmen, die Deckkraft auf 10-15% einstellen, und ein bisschen drüber radieren, sodass die Punkte nur schwach zu sehen sind. In der Nähe von Haaren, wie zb. bei den Augenbrauen, kann man weniger radieren, dort wo es weniger Haare gibt, zb. unterhalb des Auges, sollte man mehr radieren, bzw. verwischen. Ihr könnt euch zum Vergleich die Unterarm-Außenseite und Innenseite anschauen. da wo es mehr Haare gibt, sieht man die weißen Pünktchen deutlicher.

Jetzt werden die Falten und Kanten gemalt. Ganz einfache Linien, wie man an dem Unterlied sehen kann.

Das gleiche auch für das obere Augenlid.

Jetzt noch eine Falte im oberen Lid.

Damit sind die Augenlider und Haut fertig. Als nächstes wird der Augapfel gezeichnet, das die Form einer weißen Zitrone hat.

In die Zitrone kommt ein Kreis, bzw. Kirsche, der unsere Iris darstellt.

Die Iris hat auch eine Pupille, die wir mit einem dunklen Punkte realisieren.

Die Iris hat normalerweise einen dünnen Ring bzw. Rand.

Sie ist auch kein einfarbiger Fleck, daher wird eine Art Fächer in den Ring gezeichnet.

 

Noch sieht das Auge flach und unwirklich aus. Um das Ganze räumlicher wirken zu lassen, werden die Enden unserer weißen Zitrone dunkel angemalt und nach innen verschmiert.

Glatte und feuchte Stellen im Auge reflektieren das Licht, das kann man durch helle Flecke realisieren.

Der Übergang zwischen Augapfel und oberes Augenlid sieht noch etwas merkwürdig aus,  als ob beides auf der gleichen Höhe liegt. Mit etwas Schatten kann man an dieser Stelle eine Steigung einfügen, damit das nicht so flach wirkt. Man kann ruhig noch ein bisschen in den Augapfel reinschmieren, da das Augenlid auch einen Schatten auf den Augapfel wirft.

Ich habe mich entschieden noch etwas mehr Schatten für die Wimpern am Rand des oberen Augenlids aufzutragen.

Einen Schatten für Wimpern gibt es natürlich auch unterhalb des Auges. Der Schatten muss übrigens keine Perfekte Linie sein, sondern kann, wie im Beispiel, etwas verschmiert bzw. verformt werden. Wimpern werfen ja auch keinen perfekten Schatten.

Nun sind die Wimpern dran. Man kann sie ganz einfach machen, indem man den Rand einer Linie mit dem Schmierfinger-Werkzeug (Kleiner Durchmesser) verschmiert, sodass spitz zulaufende Linien entstehen.

Die unteren Augenwimpern sind normalerweise nicht so dicht wie die Oberen. Man geht wie bei den oberen Augenwimpern vor, allerdings ist die Basis eine Linie mit etwas weniger Deckkraft,

Das Auge ist jetzt fertig. Wie ein echtes Auge sieht es zwar noch nicht aus, aber es ist schon ziemlich nah dran. ;-)

Und jetzt alle Schritte, mit begleitender Musik, nochmal in Schnelldurchlauf. :)

04
Mai 2012
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Na also, GIMP 2.8 wurde endlich veröffentlicht. Jetzt muss ich nurnoch etwas Zeit zum Ausprobieren finden. Finde leider auch kaum Zeit für die Website, heute wenigstens auf die neue WordPress-Version aktualisiert und mir Zeit für Plugin-Updates genommen. Im Sommer nehmen meine Website-Aktivitäten normalerweise  zu :)

24
Apr 2011
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Gimp 2.7.2 ist da, aber leider nicht als Installationspaket für Windows. Die 2.7.x Releases sind instabile Versionen mit einigen Bugs, die nicht zum produktiven Arbeiten verwendet werden sollten. Sie dienen hauptsächlich zum Analysieren des Programms, damit Fehler gefunden und zum Beheben gemeldet werden können. Das hilft die Version 2.8 stabiler und fehlerfreier zu machen. Eine genaue Liste der Bugs und Todos, die noch abgearbeitet werden müssten, bevor Gimp 2.8 erscheint kann man unter diesem Link finden. Ein Diagramm auf dieser Seite zeigt ungefähr, wann diese Punkte alle abgearbeitet sein sollten.