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Feb 2011
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Mit diesem Tutorial möchte ich zeigen, wie man ein Buch ganz einfach selbst binden kann. Die Idee soetwas selbst zu machen ist mir beim Abheften der großen Mengen an Folien und Skripten meiner Professoren gekommen. Eine riesige Mappe mit dem gesamten Studienmaterial mit mir herumschleppen wollte ich nicht. Auch dieses Heiß-Binden mit einer Bindemaschine habe ich ausprobiert, was für das Blättern nicht geeignet ist, da manchmal Seiten abfallen, wenn man zu oft blättert.

Ich habe mir viele Online-Tutorials zum Bücherbinden angeschaut und sie nachgemacht und irgendwann angefangen meine eigene Technik aus dem gewonnenen Wissen zu entwickeln, welche die Arbeit um einiges verkürzt, mit wenig Mitteln auskommt und ein optimales Ergebnis erzielt.

Buch von der Seite

Was braucht man:

  1. Das Dokument als PDF
  2. PDF-Reader
  3. Die Freeware PDF-Sam
  4. Zahnseide (gewachst)
  5. Nadel
  6. Holzleim (ganz wenig)
  7. Wer ein hübschen Buchrücken haben will etwas Pappe.

Wer nur etwas zum Blättern haben möchte, braucht nur Nadel und Zahnseide, das Ganze hält auch ohne Leim.

1- Schritt: Dokument drucken

Jedes mit einer Schnur gebundene Buch ist in einzelne 16-Seitige Heftchen aufgeteilt, welche miteinander verschnürt sind. Wir müssen also zuerst einmal das Dokument in einzelne 16-Seitige Dokumente aufteilen.

Als erstes exportiert euer Dokument als PDF, wenn nicht schon geschehen. Ladet die Freeware PDFSam runter und startet das Programm. Klickt auf den Reiter “Split” und zieht eure PDF in das Fenster, alternativ könnt ihr die PDF auch über den Button “Add” hinzufügen.

Unter “Split options” aktiviert “Split every n Pages” und gebt die Zahl 16 in das Feld daneben ein. Für “Destinations-Folder” könnt ihr einen Ordner auswählen, in das die exportierten Dokumente gespeichert werden sollen. Wenn nichts angegeben, wird in das gleiche Verzeichnis gespeichert, in dem auch die PDF liegt.

Für das Tutorial habe ich ein Buch mit über 340 Seiten genommen, daher sieht mein Export etwas umfangreich aus.

Nun kann man jede einzelne Datei öffnen und als Heft drucken. Dazu benutzen wir die Option Broschürendruck (Siehe nächste Abbildung)

Das Dokument wird beidseitig auf 4 A4-Seiten gedruckt, die man in der Mitte falten kann und somit ein Heft mit 16 Seiten bekommt.

Oben sieht meinen alten Epson-Drucker. Gedruckt wurde mit einer angeblich leeren Patrone, die der Drucker nicht mehr akzeptiert hat. Zum Glück gibt es ja Resetter für solche Tinten. Sind tatsächlich noch über 300, mit Tinte bedruckte Seiten raus gekommen.Während der Drucker die 4 Seiten druckt mache ich normal gleich die nächsten Schritte, so bin ich immer mit dem Binden fast fertig, wenn der Drucker die letzte Seite ausspuckt. Für ungeübte, würde ich aber besser einen Schritt nach dem anderen machen, dann geht auch nichts Schief :)

Auf dem nächsten Bild habe ich schon einige Heftchen zusammengefaltet und damit begonnen sie aufeinander zu stapeln.

So sieht dann der Stapel aus, wenn man 340 Seiten gedruckt, gefaltet und zusammengelegt hat.

Wenn man so ein Heft von der Seite anschaut, dann sieht man dass sich an der Seite kleine Stufen gebildet haben. Diese Stufen sind nicht erwünscht und werden im nächsten Schritt getrimmt. Achtet darauf, dass gut gefaltet wurde und man wirklich nur das wegschneidet, was zu viel raus schaut. In meinen ersten Versuchen, habe ich die Seiten nicht  getrimmt, es sieht später etwas stuffig aus, wer sowas mag, kann das Trimmen überspringen.

Im nächsten Foto sieht man, wie ich diese Stufen wegschneide. (Hier bitte nicht die falsche Seite Trimmen, sonst habt ihr 16 Blätter und kein Haft mehr ^^).

Die Fotos sind übrigens mit dem Handy gemacht und in meinem Zimmer war nur eine schwache Sparlampe an, daher sieht das Bild so Schwammig und dunkel aus. Ich denke man erkennt, was ich da mache :)

Nun dürften keine so großen Stufen mehr im Papier sein. Ist nicht so gut zu sehen auf dem Handy-Bild, vertraut mir einfach, es ist ganz glatt, wenn man mit dem Finger drüber geht.

Soviel zum Drucken, Falten und Trimmen. Im nächsten Schritt wird gebunden.

2- Schritt: Binden

Spätestens jetzt solltet ihr Zahnseide und Nadel aufgetrieben haben. Ich hab dafür eine ganz billige Zahnseide genommen, soll ja nicht die Zähne pflegen und auch nicht nach Minze riechen. Gewachst sollte sie sein, sonst fängt sie an zu reißen, wenn man sie einige Male durch die Löcher zieht. Bitte auch mit gewachster Zahnseide vorsichtig ziehen, ich hab sogar solche schon zum Reißen bekommen. Notfalls kann man die Enden wieder verknoten, auf der Rückseite sieht man es nicht.

Gut, bevor man jedoch mit dem Einfädeln beginnt, sollte man die Löcher machen. Ihr benötigt 6 Löcher in jedem Heftchen. Jeweils 2 links rechts und in der Mitte. Ich habe etwa 3cm für benachbarte Löcher genommen und das äußerste Loch 2cm vom Rand gestochen.

Zum Stechen sollte man sich eine Schablone machen, damit die Löcher in allen Heftchen an der gleichen Stelle sind.

Wenn man alle Löcher gestochen hat, sieht das etwa so aus. Ich mache diese Schritte, wie bereits erwähnt schon, während des Druckens, das spart Zeit.

Jetzt wird eingefädelt. Ich nehme hier nicht eine einzelne Schnur, die sich über das ganze Buch entlang-schlängelt (So wie andere das machen). Hab damit schlechte Erfahrungen gemacht, wenn man mit so einer lagen Schnur arbeitet, verknotet sie leicht, oder reißt schneller. Da ich drei Schnüre (Zahnseide) benutze, kann man die Standardtechnik nicht anwenden. Aus dem Grund muss man etwas anders an die Sache ran gehen. Ist eigentlich wie Schnürsenkel binden, nur mit einem einzelnen Bindefaden.

Ich habe mir 3 Möglichkeiten ausgedacht, wie man die Heftchen zusammen bekommen könnte. Ich nutze gerne ein Mix aus der ersten und zweiten Variante. Ihr habt 3 Paar-Löcher, könnt also gerne alle 3 Varianten probieren und schauen, was euch eher zusagt.  :)

Ich nehme immer zwei Armlängen für eine Schnur (Von einem Arm zum anderen) für die 340 Seiten hat es genau gereicht. Wenn man die erste Variante nimmt, dann reicht auch eine Armlänge, aber das sitzt dann nicht so bombenfest^^. Für diejenigen, die nicht leimen wollen, würde ich Variante 2 oder 3 empfehlen. Bei 2 muss man präzise arbeiten, sonst wird das Ergebnis locker und wabbelig.

Begonnen wird mit dem mittleren Löcherpaar, oder was einem bequemer erscheint. Bei Variante 1 geht man mit der Nadel von Außen durch das erste Loch rein und kommt wieder durch das zweite raus.

So sieht es von Innen aus.

Dann geht man weiter mit der Nadel durch das zweite Loch des zweiten Heftchens und kommt wieder aus dem ersten Loch raus.

Zweites Heft von Innen

Die Enden muss man bei den ersten beiden Heftchen verknoten, sonst kann man die Schnur nicht gut unter Spannung halten.

Jetzt noch festziehen und gut Verknoten

Die Nadel nun von außen in das erste Loch des dritten Heftchens stechen und aus dem zweite Loch wieder raus holen.

Nur nicht wieder in das Loch des zweiten Heftchens stechen, sonst gibt es eine Endlosschleife^^. Die Nadel zwischen dem letzten beiden Heften, und zwar direkt zwischen den Löchern einführen und links vom linken Loch wieder raus holen.

Jetzt festziehen und in das Loch des nächsten Heftchens stechen bzw. so weitermachen, wie in der Knotenvorlage weiter oben gezeigt. Das müsste bei euch dann so aussehen, wenn ihr fertig seid.

Jetzt noch für die anderen beiden Löcherpaare wiederholen und man kann schon darin blättern.

Wenn man das Buch genau zwischen zwei Heftchen aufschlägt, sieht man eine Lücke, durch die man durchschauen kann. Das ist nicht schön, und wird mit etwas Holzleim Beseitigt. Ich verwende einfaches Holzleim, nichts besonderes.

Zum Leimen das Buch einspannen, sodass die Seite mit den Schnüren frei zugänglich ist aber dennoch einigermaßen gut zusammengedrückt wird. Eine dünne Spur Holzleim auftragen und vorsichtig mit dem Finger oder einem Stück Papier verteilen, sodass der Kleber gut zwischen die Rillen kommt, wir wollen ja dass die Lücken später nicht mehr zu sehen sind. Hier wirklich nur hauch dünn auftragen und nicht zu lange rumschmieren, weil das Papier dadurch angegriffen wird und Risse bekommen kann. (Die Schnüre halten das Buch zusammen, nicht der Leim ;) )

So sieht es dann geleimt aus (Schnüre bitte auch etwas kürzen). Den Anblick meiner provisorischen Einspannvorrichtung mit Baustellen Gerät habe ich euch erspart, stellt euch einfach zwei Holzbrettchen vor, die das Buch zusammendrücken ^^.

Wenn der Leim getrocknet ist, sieht es so aus. Eigentlich nicht viel anders, wie vor dem Leimen, nur die Lücken sind weg und das Buch wirkt durch das Einspannen etwas flacher :)

Theoretisch ist man hier schon fertig, und kann einen schönen Umschlag aus Papier basteln. Im nächsten Schritt zeige ich wie man eines aus Pappe baut.

3- Schritt Buchrücken mit Buch verheiraten.

Jetzt muss man das gebundene Buch abmessen, damit man die Pappe darauf zuschneiden kann. Im folgenden Bild sieht man einige Markierungen von mir. In der Mitte habe ich einen Abstand von 1. 2cm so breit war die Fläche, die wir im vergangenen Schritt geleimt haben. Von diesem Rand lasse ich noch 0.5mm Abstand. Den Braucht man später, um das Buch problemlos aufschlagen zu können. Dann kommt die Seiten-Fläche, auf der das Buch liegen wird (Bei mir 14.4×28 cm). Oben, unten und rechts bzw. links außen habe ich nochmal einen Abstand von 0.4cm.

Alles, was von der Pappe übrig bleibt, wird nach innen geklappt. Es sollte auf jeden Fall etwas mehr wie der Außen-Abstand sein, bei mir also mehr wie 0.4cm. Die Ecken werden abgeschnitten, damit sich die eingeklappten Teile nicht überlagern. Faltet es in der Mitte genauso, wie auf dem Bild.

Festleimen

Jetzt nochmal zwei leere Bögen nehmen und auf die Größe unseres Buchs aus Schritt2 trimmen. Auf jeden Bogen wird einseitig Kleber/Leim aufgetragen und anschließend auf die Pappe geklebt (Siehe Bild). Achtung sparsam mit Kleber umgehen, sonst bekommt ihr Probleme den Bogen präzise und sauber auf die Pappe zu bringen. Vor allem bei Holzleim kann das Papier reißen. :)

So sieht es aus, wenn ein Bogen aufgeklappt ist. Das Papier ist etwas zerknittert und durch den Holzleim wellig. Da habe ich selbst nicht auf meinen Rat beim Kleben gehört, aber ihr macht es besser. Mit Föhn und Bügeleisen kann man das ein klein wenig ausbessern, aber besser wird es auch nicht mehr :)

An diese Bögen wird jetzt unser Ausdruck geklebt. Ich habe absichtlich versucht komplizierte Arbeiten mit Kleber vom Ausdruck fernzuhalten, da hier schlimme Unfälle passieren können. Beim Zusammenführen also ganz vorsichtig mit Kleber umgehen, sonst könnt ihr alles wegschmeißen.

Nehmt ein sauberes Stück Papier und platziert es in einem Abstand von 0.5 cm vom hinteren Bogenrand. Damit deckt ihr den Rest des Bogens ab, auf den kein Kleber kommen darf. Auf die offene Fläche wird ein hauchdünner Streifen Leim aufgetragen, den ihr dann vorsichtig verteilt.

Nehmt das Deckpapier jetzt weg und legt den Ausdruck genau auf den Bogen. Drückt das Ganze noch eine Weile zusammen und wartet, bis es richtig klebt.

Bevor ihr das Selbe mit dem anderen Bogen macht überprüft, ob der Bogen beim Zuklappen genau auf dem Ausdruck liegen wird. Die Pappe lässt sich an dieser Stelle falten, sollte also kein Problem sein, auch wenn ihr euch etwas vermessen habt.

Dann zuklpappen, etwas andrücken, warten bis es gut klebt und trocknen lassen. Wenn alles Trocken ist, sollte das wie auf den folgenden Bildern aussehen.

Buch von der Seite

Buch von oben

Erste Seite aufgeschlagen

Zweite Seite afugeschlagen

Buch in der Mitte aufgeschlagen

7 Kommentare zu “Bücher selber binden”

  1. intoxi sagt:

    Wow du hast dir hier echt Mühe gemacht, ich habe dein TuT gerade mit Erstaunen gelesen. Aber das ist ja sooooo viel Arbeit bis man da mal ein Buch zusammen hat :)

  2. pixilab sagt:

    Naja, einen Tag braucht man schon, wenn man ungeübt ist. Ich mache zumindest das Binden mit Schnur während noch gedruckt wird, das spart viel Zeit. Die Pappe vorzubereiten dauert auch etwa 10Minuten. In 1-2 Stunden kriegt man das normal hin. Hängt natürlich davon ab ob man einen Laser oder Tintenstrahldrucker hat. Das Drucken nimmt bei mir die meiste Zeit in Anspruch.

    • intoxi sagt:

      Ich bin ja auch “n verwöhntes Gör” weil ich das von Berufswegen maschienell gemacht habe ;)
      Aber ich finde es eine tolle Sache und vielleicht mache ich es mal nach – das TuT lockt auf jeden Fall!

  3. Bassi sagt:

    Das ist wirklich eine sehr ausgefeilte Anleitung hier. Da steckt viel Arbeit drin. Vor einiger Zeit habe ich schonmal ein Buch nach einer anderen Anleitung selbst gebunden. Das ging zwar schneller, weil der Faden in Rückennähe aber direkt durch den gesamten Papierblock getrieben wurde lässt sich das Werk aber leider nicht so gut durchblättern^^
    Nun bin ich deiner Anleitung gefolgt und muss sagen, das hat ganz gut hingehauen. Insgesamt hab ich jetzt für meinen ersten Versuch rund zweieinhalb Stunden gebraucht. Das Vernähen war wirklich Frickelarbeit und dafür bin ich wohl nicht geschaffen. Ein paar mal hätte ich die Nadel am liebsten weggeworfen. Zudem muss man unbedingt ein ordentliches Schneidbrett haben, wenn man die Heftchen bündig schneiden will. Darüber hinaus hab ich zusätzlich zum Leim einen Stoffstreifen auf den Rücken geklebt, um zusätzliche Sicherheit zu erlangen, dass die Lücken zwischen den Heftchen nicht irgendwann wieder sichtbar werden. Das Ergebnis spricht für sich und vor Allem für diese Anleitung!!! Danke dafür :-)

  4. pixilab sagt:

    Freut mich sehr, dass es, neben mir noch jemand versucht hat. Nette Idee mit dem Stoffstreifen, haben auch einige hochwertige Bücher, sieht sicher nicht schlecht aus. :)

    Nach etwa 9 Büchern habe ich da auch schon etwas Routine. Der Druck nimmt bei mir leider noch die meiste Zeit in Anspruch. Werde schauen, ob ich mir einen Laserdrucker zulege, mit dem 9ten Buch höre ich sicher nicht auf, lohnt sich bestimmt.

    Inzwischen bin ich auf die 3te Knoten-Methode, übergegangen, die hat doch das stabilere und schnellste Ergebnis gebracht.

    Um die Pappe beim letzten Schritt an den Ausdruck zu kleben nehme ich keinen Flüssigkleber mehr, sondern einen Klebestift. Damit passieren einfach weniger Unfälle und man beugt Wellen im Papier vor. An den Knick-Stellen ziehe ich aber noch einen dünnen Streifen Holzleim, da der Klebestift wenig Haftkraft hat und beim Aufklappen die Pappe irgendwann vom Papier abgehen könnte. Soll ja für die Ewigkeit halten ;)

  5. derodefox sagt:

    Das Gefummel mit Nadel und Faden ist für mich … wie heißt es auf neudeutsch: ein absolutes Nogo. – Also wie sonst? Die Zettel zerreißen – nicht schneiden – zweitens erspart man sich damit auch das Trimmen. Nach dem Sortieren mit den beschriebenen zwei Brettchen zusammenklemmen. Ach, vorher noch die Frontseite (die liegt im Moment unten auf der Unterlage) und eine Seiten-Seite (blöde Bezeichnung, ich weiß, ich nehme die seitliche Seite, die am Ende nach oben kommt … ) gerade aufstossen. Dann fest zusammendrücken. So, wenn man den Buchblock ein paar Milimeter aus den Kanten der Brettchen rausschauen läßt, kann man ihn eigentlich so schon verleimen. Hält aber nicht so besonders. Man kann dann aber mit einem scharfen Teppichmesser Riefen in den Buchblock schneiden, in die man einen Faden einlegen kann. Fixiert wird der Faden temporär mit Nadeln an den Brettchen. Das Teil verleimt – nicht mit Holz- sondern mit speziellem Papierleim, gibts im www oder im gut sortierten Bürofachhandel – und der Buchblock ist schon recht fest.
    Aber dazu noch eine Verbesserung: aus dem ausrangierten Autoverbandskasten die kleinen Mullbinden entnehmen, auf Länge schneiden und mit Nadeln oä über den Buchblockrücken spannen. Alles gut mit Papierleim (zu Not auch Tapetenkleister) verleimen und alles wird gut. Wer mit Fäden gar nix am Hut hat, macht nichts, das hält auch schon gut nur mit der Binde.
    … und das Cover wie oben geschildert.

    • pixilab sagt:

      Hehe, auch eine Möglichkeit. Sowas in der Art habe ich mal mit der Heißklebepistole gemacht (Mit Rillen usw..), hält auch bombenfest. Da gibt es manchmal Binde-Geräte bei Lidl, die nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren, falls es jemanden Interessiert, hab so ein Teil bei mir rumliegen. Man hat dann einen Bogen, bei dem ein einzelner Klebestreifen in der Mitte verläuft, dort legt man seine Blätter ein und die Maschine erhitzt die Stelle mit dem Streifen, sodass er sich verflüssigt und die Blätter am Bogen zusammenklebt. Diese Bögen kosten halt was^^. Mann kann das aber auch mit einem Streifen aus der Heißklebepistole und gefalteter Pappe machen, und falls man sich dies Maschine für ca. 15€ nicht kaufen will, nimmt man ein Bügeleisen. Der Original-Klebestreifen hält aber besser ;-) .
      Vorteil gegenüber zum Kleber ist, dass das Binden nicht länger wie 5 Min. geht und man kann danach gleich darin blättern. Nachteil ist, die Blätter fallen bei zu häufigem Blättern nach und nach ab, da wäre richtiger Kleber besser, dauert halt etwas länger, bis es trocken ist.

      Leider blieb bei mir das Buch nicht richtig offen, wenn ich es einfach nur geklebt habe, man musste es wie einen Urlaubsroman offen halten. Naja, wenn man das mit der Nadel einige Male gemacht hat, ist man mit dem Binden immer nur 1 Bogen hinter dem Drucker, falls es ein Tintenstrahldrucker ist und kleben braucht man es eigentlich nicht, wenn man nur darin blättern will und die Ästhetik keine so große Rolle spielt, aber dann kann man auch gleich mit Spiralen binden.

      Bei Spiralen, kann man zumindest am Anfang gut blättern, wenn die Löcher noch nicht abgenutzt sind. Ist auch schnell gebunden, nur im Regal nervt die Spirale.

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